Reden ist Silber...
 
Mit komödiantischer Leichtigkeit bringt das "Theater der Klänge" in seinem Stück "Reden ist Silber..." Probleme aus der Gegenwart auf die Bühne und entdeckt als Wurzel manchen Übels die mangelnde Fähigkeit zur Kommunikation. (...) Die lebensnahen Themen finden ihren Kontrast im Gesicht der acht Darsteller: Das "Theater der Klänge" spielt seine zeitgenössischen Figuren mit Hilfe von Halbmasken, die aus dem italienischen Volkstheater des 16. bis 18. Jahrhunderts (Commedia dell'Arte) abgeleitet sind. Für das Ensemble die Rückkehr zur "echt theatralischen Form", für den Zuschauer ebenso fremd wie interessant. (...) In einer bunten und temporeichen Folge von 25 Szenen lassen die Autoren die 13 Charaktere ungebremst aufeinanderprallen. Das Stück enttarnt Überheblichkeit, Einfalt und Intoleranz als Hürden auf dem Weg zum Dialog und zeigt das Ende aller Kommunikation im Spielsalon... "Reden ist Silber... " ist eine Komödie über unsere Zeit, entlarvend, witzig, zum Teil brillant gespielt - eine gelungene Mischung aus Theater, Tanz und Musik, beweglich hinter starren Masken.
Rheinische Post
 
 
So düster die Themen, so unterhaltsam die Darstellung des Hindernislaufes von Mißverständnis und Unverständnis, den Raadji und Jupp zu absolvieren haben. Denn Arbeitsloser ist nicht gleich Arbeitsloser. Kommt es doch in erster Linie darauf an, ob man Türke, Spanier, Marokkaner, Grieche oder Deutscher ist. Beim Auf- und Abstieg auf der Karriereleiter ist auch nicht unwichtig, ob man Hochdeutsch spricht oder nur rheinisches Platt beherrscht, wo sich die "Arbeit" schnell mit dem "Orbit" verwechseln läßt, und bald das "Leck mich anne Tesch" die einzig mögliche Antwort auf alle Probleme scheint. Sehr gut gelingt den acht Schauspielern, einige davon in Doppelrollen, die amüsant übersteigerte Darstellung der Typen in Gestik und Sprache.
Neue Rhein Zeitung
 
 
Gleich einem Geflecht verknüpft sich Szene um Szene zueinnander, dessen Konturen erst im Spielverlauf deutlich werden. (...) Das Stück "Reden ist Silber...", das direkt aus dem Spiel der Gruppe um das Thema Kommunikation ohne literarische Vorlage entstanden ist, bringt in der Verkehrung, in der Groteske die Verhältnisse zum tanzen, um uns diesen so wieder anzunähern. Was sie an dem Versammlungsort Theater vorführen und wozu sie anregen, ist Sensibilität für die kleinsten Bausteine sozialer Realität: die unendlichen Begegnungen und Situationen zwischen Menschen unterschiedlicher Milieus und Kulturen mit ihren vielfältigen Fahigkeiten zu Ausdruck und Kommunikation.
Bauhaus-Zeitung
 
 
Brilliantes Maskenspiel vom Rhein. (...) Über die Bühne geht, häufig im rheinischen Dialekt, eine neue Art drastischen Volkstheaters, ohne daß jedoch nach billiger Schwarz-Weiß-Manier die Handlung simplifiziert würde. (...) Das achtköpfige Ensemble schlüpft wandlungsreich in 13 verschiedene Rollen. Jede wird prall mit Leben gefüllt. Das Fazit: ein außergewöhnlicher Schauspielabend (...), durch eine nicht weniger außergewöhnliche musikalische Untermalung (angerissene Klaviersaiten, Psalter- und Trommelklänge). (...) Rund dreihundert Besucher hielten es bis eine halbe Stunde nach Mitternacht aus und feierten das Ensemble vom Rhein für sein engagiertes Spiel mit lautstarkem Applaus.
Wolfsburger Nachrichten
 
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  25 Jahre THEATER DER KLÄNGE