Die mechanische Bauhausbühne
 
Farbe, Form, Musik und Bewegung vereinigen sich auf der Bühne, ohne daß noch ein Schauspieler präsent sein müßte. In Nagys 'Exzentrik' entstehen Bilder von eiskalter Schönheit. Am Ende steht ein geglücktes Experiment das dem Theater seine Grenzen wie einen Spiegel vorhält.
Westdeutsche Zeitung
 
 
Endlich! Die Bauhaus-Bühne der Zwanziger Jahre ist zu neuem Leben erweckt! Witzig, spritzig, liebevoll rekonstruiert und perfekt choreografiert. Flächig und doch verblüffend plastisch setzen sich die Figurinen zu immer neuen Bildern zusammen. Hier hat die Mechanik rein künstlerische Funktion und fasziniert mit eigensinnigen Reizen für Auge und Ohr. Ein abenteuerliches Kabinett der Überraschungen.
Neue Rhein Zeitung
 
 
Es ist fast ein 'historisches Verdienst' dieser Theatergruppe, heutigem Publikum die Ideen von damals (die den Zuschauern von 1923 revolutionär erscheinen mußten) als Erlebnis vorzustellen. Eindrucksvoll ist vor allem die Musik, welche Jazzelemente und volkstümliche Rhythmen der damaligen Zeit zum akustischen Genuß werden lassen. Die Bewegungen des Balletts sind maschinell, dabei auch witzig, fröhlich und platzend vor technischem Optimismus. Im Bild läuft ein Film. Dada und Futurismus treffen sich hier. Begeisterter Applaus für das Theater der Klänge.
Rheinische Post
 
 
Idealismus und intelligente Eigeninitiative sind die Tugenden des Düsseldorfer Ensembles "Theater der Klänge". Wenn dazu die überzeugende künstlerische Leistung kommt - wie beim Auftritt mit der nachgebauten mechanischen Bauhausbühne - darf man von einer Idealkonstellation sprechen. Das Düsseldorfer Ensemble - ihm lag nur ein Bild der Erstaufführung (des mechanischen Balletts) vorhat sich die quasi mechanischen Bewegungsabläufe völlig neu (und großartig) erarbeitet und sie mit pantomimischen Witz durchsetzt. Den "Drahtziehern" hinter der Bühne, dem Komponisten und Inszenator und allen Mitwirkenden gebührt für ihren Einsatz und das stimmige Resultat ein Kompliment. Sie haben die Kulturlandschaft mit einem unverwechselbaren Farbtupfer bereichert.
Kölner Stadtanzeiger
 
 
Erst der Einsatz modernster Bühnentechnik machte in unseren Tagen eine Realisierung der komplizierten Partitur und damit die Düsseldorfer Premiere des "Theater der Klänge" möglich. Mag eine derart "technokratische Kunst" auch zunächst befremdlich und ungewohnt wirken, ihrer unmittelbaren Faszination kann man sich dennoch nur schwer entziehen. Dies ist nicht zuletzt ein Verdienst der jungen Theatermacher, deren Interpretationen nicht nur von einem beeindruckenden Perfektionsgrad, sondern auch von übergreifender Lebendigkeit und Spielfreude geprägt sind.
Der Treff (Weimar/DDR)
 
 
Von klarer Präzision die beiden Programme der "mechanischen Bauhausbühne". Erst in der Computerkultur unserer Tage sind die technischen Voraussetzungen gegeben, um die dynamische Konzentration von Form, Bewegung, Ton und Licht auf der Bühne zu realisieren. Diese Aufführungen des in Düsseldorf frei arbeitenden "Theaters der Klänge" galten als historische Vergewisserung ihres eigenen Experimentieranspruchs.
Frankfurter Allgemeine
 
 
Das junge Theater der Klänge aus Düsseldorf hat mit seiner ersten Produktion gleich großen Coup gelandet. Seine Bemühungen blieben nicht in der Absicht stecken, sondern, gerieten zum Triumph von Phantasie, Könnerschaft und Präzision. Man hat gegraben und ist fündig geworden, hat sich Vergangenem gewidmet und damit beeindruckend zeitgemäßes zu Tage gefördert. Technik und Menschen sind Ingredienzien einer magischen Bilderflut, die immer aufs neue Spannung erzeugt. Benommen taucht man schließlich aus diesem Sog bewegter Bilder wieder auf, aber auch reicher um das Erlebnis wundersam in Bewegung gesetzter Phantasien.
Süddeutsche Zeitung
 
 
Und was die Bauhäusler einst ahnten, haben die Düsseldorfer endlich bewiesen: Daß der Mensch der Mechanik das Wesen des Theaters verleihen kann.
Mitteldeutsche Zeitung
 
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  25 Jahre THEATER DER KLÄNGE