Ludus Danielis
 
Inspiriert von Michael Popps Ensemble für frühe Musik "ESTAMPIE", schuf Jörg Lensing einen aufregenden Fünfteiler, in dem sich indischer Tanz, orientalische Klänge und gregorianische Gesänge kunstvoll vermengen. Gespielt wird auf einer Bühne - dort, wo sonst der Altar steht. Gehüllt in schwelgende Schleier und Samtkostüme die geschmeidig stilisierten Tänzer, verkleidet als fahrende Spielleute die anderen. (...) Geheimnisvolle Handzeichen und Gesten, die extrem stilisierten Tempeltanz-Folgen, berauschendes Schlagwerk und zirpende Seiteninstrumente - all das erinnert an großes Welttheater.
Neue Rhein Zeitung
 
 
(...) verbinden sich die Formen zu fesselndem Theater, das mit Musik und Tanz, mit Gesang und Mudras die Geschichte zu erzählen vermag.
Westdeutsche Zeitung
 
 
Man stelle sich altägyptische Wandzeichnungen und Hiroglyphen vor - plötzlich beginnen sie zu atmen, Figuren aus dem alten Babylonien steigen aus ihren Bildern. (...) Ohne Sprache, aber vermittelt über exotisch anmutende, überaus faszinierende Gesten, deren präzise Eleganz sich geradezu ins Bewußtsein einschneidet. Und einer höchst fremdartigen, fast puppenstarren, ruckartigen Mimik, die gleichermaßen einschüchternd, wie fesselnd wirkt.
Überblick
 
 
Ein faszinierendes, theatralisches Erlebnis: Als Ritual in fünf Szenen geht das Drama über die Bühne - einem hölzernen Podest nach Art mittelalterlicher Wandertruppen mit Rückprospekt, der den Hergang als Fresko in Einzelbildern wie ein Comic erzählt und die stampfenden Tanzbewegungen der barfüßigen Darsteller wie Kastagnetten den spanischen Flamenco effektvoll unterstreicht.
Welt am Sonntag
 
 
...ein Stück, das überquillt vor prallem Leben..., ein fast achthundert Jahre altes Werk, das drohte vergessen zu werden, hat man frisch und fantasievoll in Szene gesetzt...
Neue Ruhr Zeitung
 
 
...faszinieren die Darsteller mit einem Tanzspiel, das in die vorchristliche Welt Babyloniens entführte. In farbenprächtigen, detailgetreuen Kostümen riefen sie alte Geister herbei und ließen das Publikum mal zittern, mal staunen und vor allem an Wunder glauben. Das außergewöhnliche Schauspiel forderte Phantasie und Aufmerksamkeit beim Publikum...
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
 
 
Ein Stück abendländischer Musik- und Theatergeschichte durfte hier wiederauferstehen - lebendig und prall mit Leben gefüllt, farbenprächtig und schaurigschön, dramatisch und komödiantisch, überquellend von der derben Gebärdensprache und Bewegungsfreudigkeit der Tänzer, von der marktschreierischen und volkstümlichen Erzählkunst der Sprecher.
Ballett International
 
 
...erwies sich als eine der besten "Ide(e)n des März". Im Vergleich mit dem heutigen Stand von technisch überzüchtetem epigonalen (Tanz-)Theater war diese schlichte Ur-Oper eine Wohltat. (...) Vor allem fügen sich exotisierte Körpersprache und mittelalterliche Musik zu einem geschlossenen Ganzen.
Münchner Merkur
 
 
...das klingt sehr archaisch und entwickelt zunehmend einen mirakulösen Sog... Das besondere an dieser Aufführung ist das kontemplative Zusammenwirken von Tönen und Tanz. ...ihre streng ritualisierte Körpersprache orientiert sich, soweit erkennbar, an keinem klassischen Formenrepertoire... So entsteht am Ende nicht nur ein sehens- und hörenswertes, sondern auch ein lustiges und sinnliches Gesamtkunstwerk.
Süddeutsche Zeitung
 
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  25 Jahre THEATER DER KLÄNGE