Aktuelles  18.05.2018
 
Das mechanische Ballett ist erneut nach Moskau eingeladen
 
Gavroche Festival Moscouw
 
Unsere erste Produktion "Das mechanische Ballett" gastierte schon einmal 2007 in Moskau. Damals zusammen mit unserer seinerzeit neuen intermedialen Produktion "HOEReographien" unter dem Programmtitel "Die mecano-elektronische Bauhausbühne".

Es freut uns sehr, dass nun erstmalig für uns die Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Moskau direkt etwas mit uns zu tun bekommt. "Das mechanische Ballett" ist für September 2018 erneut nach Moskau eingeladen. Dieses Mal wird es im Rahmen des "Gavroche-Festivals" drei Mal an den beiden Tagen Fr, 21. und Sa, 22. September (am 22.9. eine Doppelvorstellung) in Moskau gespielt werden.

Das relativ kurze "mechanische Ballett" (40 Minuten) wurde von Anfang an in Doppelprogrammen gezeigt. Zu seiner Kreation 1987 kombinierten wir es mit einer Uraufführung der "mechanischen Exzentrik" nach einem Entwurf von Laszlo Moholy-Nagy unter dem Programmtitel "Die mechanische Bauhausbühne". Ab 1993 kombinierten wir "Das mechanische Ballett" mit unserer ersten intermedialen Produktion "Figur und Klang im Raum" unter dem Programmtitel "Tanz am Bauhaus". Später wurde in Kombination mit zunächst "HOEReographien" und ab 2011 dann unserer "SUITE intermediale" das Programm "Die mecano-elektronische Bauhausbühne" daraus. Zuletzt zeigten wir "Das mechanische Ballett" in Kombination mit unserer 2014er Neufassung des "triadischen Balletts" im Programm "Bauhaus Ballette".

Selten wurde "Das mechanische Ballett" alleine gezeigt. Wir freuen uns sehr, dass das Moskauer Gavroche-Festival den Mut hatte "Das mechanische Ballett" als Solitär-Programm einzuladen!
 
Die mechanische Bauhausbühne
 
TRIAS Musik seit 17. Oktober 2016 auf CD erhältlich
 
Release der CD am Samstag, 17. Oktober im THEATER DER KLÄNGE Studio
 
Oskar Schlemmer stellte 1919 ein weitestgehend gut dokumentiertes Repertoire von Klaviermusiken (u.a. Händel, Mozart, Haydn, Bossi) zusammen, welches sich aus der klassisch-, romantischen Literatur bediente. Dies zum einen, da er immer damit rechnen mußte ggf. selber am Klavier zu sitzen, zum anderen aber auch da sich seinerzeit kein Komponist anbot mit ihm an einer adäquaten Musik für das triadische Ballett zu arbeiten.

Die einmalige Zusammenarbeit mit Paul Hindemith 1926 zu einer Musik für mechanische Orgel, war für Schlemmer nicht befriedigend, da sie zum einen nur Teile des triadischen Balletts vertonte und dies weitestgehend unabhängig von gemeinsamen Proben mit den Tänzern. Die Musik Hindemiths ist darüber hinaus weitestgehend verloren und von daher kaum rekonstruierbar.

Für die ersten beiden Neu-Interpretationen des "triadischen Balletts" 1968 in Stuttgart und 1977 in Berlin wurden neue Ballett-Musiken in Auftrag gegeben, die beide vom spielerischen Charakter der von Schlemmer ausgewählten Musikstücke stark abweichen.

Der Ansatz zur Neukomposition einer Musik für ein "triadisches Ballett" 2014 ging daher von dem aus, was Schlemmer auch zur Verfügung stand. Wenige unverstärkte Instrumente (Klavier, Soloinstrument, Percussion), die miteinander zum Tanz musizieren. Dabei war jegliche Klanglichkeit erlaubt (auch neue Spieltechniken), die direkt mit diesen Instrumenten erzeugt werden kann. Dies immer in direkter Abhängigkeit oder als Rhythmus- und Impulsgeber für die tanzenden Figurinen. In den "abstrakten" Szenen erweitert sich die Klanglichkeit durch behutsamen Gebrauch elektronischer Modulationen der Instrumentalklänge.

Die Musik wurde vom Komponisten Thomas Wansing quasi als Korrepetitor am Klavier in den Ballet-Proben des THEATERs DER KLÄNGE im Winter 14/15 simultan mitentwickelt und "maßgeschneidert" für die einzelnen Szenen. Im dritten Akt erweitert sich die Tanzmusik nach der jeweiligen Szene um einen kurzen konzertanten Teil, die auch in den Live-Aufführungen gegeben werden.

Für die Einspielung auf CD hat der Komponist die Instrumental-Studioaufnahmen teilweise mit Soundsamples und zusätzlicher Percussion im Editing angereichert, um dem Klangeindruck mehr Dichte und Tiefe zu geben, als dies im Livespiel mit 3 Musikern möglich ist.

Die komplette neue Musik zu "TRIAS - Das triadische Ballett" ist seit 17. Oktober auf CD über den THEATER DER KLÄNGE Webshop erhältlich.
 
CD im Webshop
zurück
     
  25 Jahre THEATER DER KLÄNGE