Aktuelles  18.09.2018
 
Auf dem Weg
 
"Das mechanische Ballett" Ensemble probt für Moskau
 
Seit gestern proben wir wieder in alter Besetzung an unserem "mechanischen Ballett", welches auf einem Entwurf des Weimarer Bauhaus Studenten Kurt Schmidt aus dem Jahr 1923 beruht. Dieses Ballett in unserer Interpretation ist für Aufführungen am kommenden Freitag, 21.9. 2018 und Samstag, 22.9.2018 zum "Gavroche International Festival" nach Moskau eingeladen ist.

Mit dabei unsere Tänzerinnen Jacqueline Fischer (Windmühle), Laura Wissing (Maschinenwesen), Fatima Gomes (Kleiner) und unsere Tänzer Kai Bettermann (Lokomotive) und Darwin Diaz (Tänzer). Ebenso dabei sind unsere Musiker Thomas Wansing (Klavier), Matthias Müller (Posaune) und Dieter Stamer (Schlagzeug). Das Ensemble wird geführt von Jörg U. Lensing und begleitet von Miriam Pankarz (Organisatorische Assistenz) und Johann Lensing (Lichtassistenz)!

Die Premiere am Freitag im "Teatrium na Serpuhovke" ist schon ausverkauft. Die Folgevorstellungen am Samstag so gut wie...
 
Das mechanische Ballett im "Teatrium na Serpuhovke" (Moskau)
 
TRIAS Musik seit 17. Oktober 2016 auf CD erhältlich
 
Release der CD am Samstag, 17. Oktober im THEATER DER KLÄNGE Studio
 
Oskar Schlemmer stellte 1919 ein weitestgehend gut dokumentiertes Repertoire von Klaviermusiken (u.a. Händel, Mozart, Haydn, Bossi) zusammen, welches sich aus der klassisch-, romantischen Literatur bediente. Dies zum einen, da er immer damit rechnen mußte ggf. selber am Klavier zu sitzen, zum anderen aber auch da sich seinerzeit kein Komponist anbot mit ihm an einer adäquaten Musik für das triadische Ballett zu arbeiten.

Die einmalige Zusammenarbeit mit Paul Hindemith 1926 zu einer Musik für mechanische Orgel, war für Schlemmer nicht befriedigend, da sie zum einen nur Teile des triadischen Balletts vertonte und dies weitestgehend unabhängig von gemeinsamen Proben mit den Tänzern. Die Musik Hindemiths ist darüber hinaus weitestgehend verloren und von daher kaum rekonstruierbar.

Für die ersten beiden Neu-Interpretationen des "triadischen Balletts" 1968 in Stuttgart und 1977 in Berlin wurden neue Ballett-Musiken in Auftrag gegeben, die beide vom spielerischen Charakter der von Schlemmer ausgewählten Musikstücke stark abweichen.

Der Ansatz zur Neukomposition einer Musik für ein "triadisches Ballett" 2014 ging daher von dem aus, was Schlemmer auch zur Verfügung stand. Wenige unverstärkte Instrumente (Klavier, Soloinstrument, Percussion), die miteinander zum Tanz musizieren. Dabei war jegliche Klanglichkeit erlaubt (auch neue Spieltechniken), die direkt mit diesen Instrumenten erzeugt werden kann. Dies immer in direkter Abhängigkeit oder als Rhythmus- und Impulsgeber für die tanzenden Figurinen. In den "abstrakten" Szenen erweitert sich die Klanglichkeit durch behutsamen Gebrauch elektronischer Modulationen der Instrumentalklänge.

Die Musik wurde vom Komponisten Thomas Wansing quasi als Korrepetitor am Klavier in den Ballet-Proben des THEATERs DER KLÄNGE im Winter 14/15 simultan mitentwickelt und "maßgeschneidert" für die einzelnen Szenen. Im dritten Akt erweitert sich die Tanzmusik nach der jeweiligen Szene um einen kurzen konzertanten Teil, die auch in den Live-Aufführungen gegeben werden.

Für die Einspielung auf CD hat der Komponist die Instrumental-Studioaufnahmen teilweise mit Soundsamples und zusätzlicher Percussion im Editing angereichert, um dem Klangeindruck mehr Dichte und Tiefe zu geben, als dies im Livespiel mit 3 Musikern möglich ist.

Die komplette neue Musik zu "TRIAS - Das triadische Ballett" ist seit 17. Oktober auf CD über den THEATER DER KLÄNGE Webshop erhältlich.
 
CD im Webshop
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