Aktuelles  12.04.2017
 
Freunde in Köln, Dortmund und Athen
 
Gastspiel, Tanzclip, Artists in residence
 
Vergangenen Samstag erlebten wir in der Rochuskirche Köln ein Gastspiel, wie man es sich als Theatermacher nur wünschen kann:

Ein engagierter Veranstalter mit Herzblut, der sich nicht zu schade ist anzupacken, wo es nötig ist und den ganzen Tag für seine Gäste da zu sein (der Musiker/Kantor Wilfried Kaets). Sein Mitarbeiter Thomas Roß - ebenfalls eigentlich Musiker - der für uns die gesamte technische Einrichtung und das Licht installierte. Die wunderbare Organistin Iris Rieg, die nicht nur auf höchstem Niveau Bach für uns und das Publikum spielte, sondern offensichtlich die Zusammenarbeit mit unserem Ensemble genoss. Ein Publikum, welches nach gutem Applaus für uns zum größten Teil mit anpackte und innerhalb einer halben Stunde alles so abbaute, dass in dieser Kirche wieder der Gottesdienst stattfinden konnte. Eine fast ausverkaufte Kirche und ein mit Spielfreude tanzendes Ensemble - ein Fest!

Unsere Freunde aus Athen - das Tanzensemble Echodrama - war im Publikum mit dabei und beeindruckt. Seit Montag haben wir dieses Ensemble für 14 Tage als Artists in residence in unserem Düsseldorfer Probenstudio zu Gast. Inhalt dieses Erasmus-Aufenthalts ist ein Workshop in der wir diesem Ensemble unsere jüngst entwickelten kontrapunktischen Tanztechniken für eine eigene Kreation weitergeben.

Am kommenden Samstag sind wir zu Gast im Dortmunder U, in dem wir für eine Installation des "kju" das erste Workshopergebniss - eine neue Tanzfuge - mit 360 Grad-Video-Technik aufzeichnen werden. Dieses Videofootage soll verwendet werden, um im Mai Teil einer Dome-Bespielung im Dortmunder U zum Thema "Mathematik" zu sein.

Und klein aber fein: Seit dem gestrigen Dienstag bereitet die Buchhandlung Gossens in Düsseldorf-Oberkassel ein Minigastspiel für unseren 30. Gründungstag am 10. Mai 2017 vor. Ein Schaufenster ist dort aktuell mit unseren Medien und Drucksachen dekoriert, die in dieser Buchhandlung seit gestern auch zum Kauf angeboten werden. Am 10. Mai sind wir dort mit einer szenischen Lesung zu Gast. Doch dazu mehr im kommenden Rundbrief...
 
Buchhandlung Gossens
 
TRIAS Musik seit 17. Oktober 2016 auf CD erhältlich
 
Release der CD am Samstag, 17. Oktober im THEATER DER KLÄNGE Studio
 
Oskar Schlemmer stellte 1919 ein weitestgehend gut dokumentiertes Repertoire von Klaviermusiken (u.a. Händel, Mozart, Haydn, Bossi) zusammen, welches sich aus der klassisch-, romantischen Literatur bediente. Dies zum einen, da er immer damit rechnen mußte ggf. selber am Klavier zu sitzen, zum anderen aber auch da sich seinerzeit kein Komponist anbot mit ihm an einer adäquaten Musik für das triadische Ballett zu arbeiten.

Die einmalige Zusammenarbeit mit Paul Hindemith 1926 zu einer Musik für mechanische Orgel, war für Schlemmer nicht befriedigend, da sie zum einen nur Teile des triadischen Balletts vertonte und dies weitestgehend unabhängig von gemeinsamen Proben mit den Tänzern. Die Musik Hindemiths ist darüber hinaus weitestgehend verloren und von daher kaum rekonstruierbar.

Für die ersten beiden Neu-Interpretationen des "triadischen Balletts" 1968 in Stuttgart und 1977 in Berlin wurden neue Ballett-Musiken in Auftrag gegeben, die beide vom spielerischen Charakter der von Schlemmer ausgewählten Musikstücke stark abweichen.

Der Ansatz zur Neukomposition einer Musik für ein "triadisches Ballett" 2014 ging daher von dem aus, was Schlemmer auch zur Verfügung stand. Wenige unverstärkte Instrumente (Klavier, Soloinstrument, Percussion), die miteinander zum Tanz musizieren. Dabei war jegliche Klanglichkeit erlaubt (auch neue Spieltechniken), die direkt mit diesen Instrumenten erzeugt werden kann. Dies immer in direkter Abhängigkeit oder als Rhythmus- und Impulsgeber für die tanzenden Figurinen. In den "abstrakten" Szenen erweitert sich die Klanglichkeit durch behutsamen Gebrauch elektronischer Modulationen der Instrumentalklänge.

Die Musik wurde vom Komponisten Thomas Wansing quasi als Korrepetitor am Klavier in den Ballet-Proben des THEATERs DER KLÄNGE im Winter 14/15 simultan mitentwickelt und "maßgeschneidert" für die einzelnen Szenen. Im dritten Akt erweitert sich die Tanzmusik nach der jeweiligen Szene um einen kurzen konzertanten Teil, die auch in den Live-Aufführungen gegeben werden.

Für die Einspielung auf CD hat der Komponist die Instrumental-Studioaufnahmen teilweise mit Soundsamples und zusätzlicher Percussion im Editing angereichert, um dem Klangeindruck mehr Dichte und Tiefe zu geben, als dies im Livespiel mit 3 Musikern möglich ist.

Die komplette neue Musik zu "TRIAS - Das triadische Ballett" ist seit 17. Oktober auf CD über den THEATER DER KLÄNGE Webshop erhältlich.
 
CD im Webshop
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